Gemeinde Waldachtal

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St.-Hilarius-Friedhof Tumlingen

Ein historisches Kleinod oberhalb des Ortes Tumlingen und ein geschichtsträchtiger Ort zugleich. Die 2014 renovierte Friedhofsmauer bietet eine besinnliche Atmosphäre unter schatten­spendenden Bäumen und einen weiten Blick ins Tal über Wiesen und Wälder. Im Jahr 1267 ist die Tumlinger St.-Hilarius-Kirche erstmals urkundlich erwähnt worden. Sie ist benannt nach Bischof und Kirchenlehrer Hilarius von Poitiers (315 bis 367). Im ehemaligen Land Württemberg galt sie als die einzige Kirche, die Hilarius geweiht war.

Ein historisches Kleinod oberhalb des Ortes Tumlingen und ein geschichtsträchtiger Ort zugleich. Die 2014 renovierte Friedhofsmauer bietet eine besinnliche Atmosphäre unter schatten­spendenden Bäumen und einen weiten Blick ins Tal über Wiesen und Wälder. Im Jahr 1267 ist die Tumlinger St.-Hilarius-Kirche erstmals urkundlich erwähnt worden. Sie ist benannt nach Bischof und Kirchenlehrer Hilarius von Poitiers (315 bis 367). Im ehemaligen Land Württemberg galt sie als die einzige Kirche, die Hilarius geweiht war.

Auf dem Sankt Hilarius-Berghügel sind Einwohner aus Tumlingen und Hörschweiler noch bis zum Jahr 1923 bestattet worden, bis zur Anlage eines neuen Friedhofes. So spricht die Bevölkerung heute noch vom "Alten Friedhof". Die alte Hilarius-Kirche, die bis zur Reformation jährlich am 23. April für Katholiken Ziel von St. Georg-Wallfahrten war, diente nach den Jahren 1687/91 nur noch als Friedhofskirche. Im Jahr 1823 wurde sie abgebrochen. Nur der Turm blieb stehen.

Ungefähr 750 Meter südlich vom Rathaus Tumlingen liegt der noch von einer Mauer umzogene alte Kirchhof auf einem erhöhten Platz über dem Knie des Schneckenbaches, einem der Quellbäche der Waldach. In diesem Kirchhof steht ein kleiner quadratischer Steinbau mit spitzem Zeltdach, der letzte Rest der alten Pfarrkirche St. Hilarius.

Nachrichten über die Tumlinger Pfarrkirche liegen erst seit dem 13. Jahrhundert vor. Im Jahr 1267, so der Tumlinger Gerhard Wein in einer Beschreibung der Ortschronik, habe Graf Hermann von Sulz dem Meister (Magister) Eberhard von Horb und dessen Bruder Dietrich, Bürger zu Horb, den Berg, auf dem die Pfarrkirche des Dorfes Tumlingen samt Vogtei und Hof verkauft. In der Urkunde über den "Tumlinger Berg" sind Rückschlüsse auf einen herrschaftlichen Hof möglich. Neben dem Unterdorf und dem Oberdorf, die heute im Ortsbild von Tumlingen gerade noch zu erkennen sind, stellte der Berg das dritte, den herrschaftlichen Siedlungskern, des Dorfes dar. "Alte Karten aus der Zeit um das Jahr 1600 zeigen dies deutlich", weiß der ehemalige Kreisarchivar Wein. Erst im Jahr 1627 ist die Wohnung des Pfarrers vom Hilarius-Berg in das Unterdorf verlegt worden.

Dem Tumlinger Kleinod hochdroben über dem Ort drohte leichter Verfall. Die umgebende Friedhofsmauer war durch Wind und Wetter, Frost und Kälte marode geworden und drohte einzustürzen. Dank reger Spenden bei den Benefiz-Serenaden und einer Großspende von Ehrenbürger Artur Fischer konnte 2014 eine fachgerechte Sanierung realisiert werden. Auch die Gruppe der "Schaffigen Rentner" hat nach besten Kräften mitgeholfen. In Sommer und Herbst sind noch Restarbeiten an der Westseite nötig, aber schon jetzt kann Waldachtal stolz sein, den geschichtsträchtigen Ort dauerhaft gesichert zu habe.

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