Gemeinde Waldachtal

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Weihnachts- und Neujahrsgruß 2022

Weihnachts- und Neujahrsgruß
– Jahresrückblick 2022 und Ausblick auf 2023
 
„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“
Wilhelm von Humboldt
 
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
hoffnungsvoll sind wir alle in das Jahr 2022 gestartet. Auf das Ende der Pandemie und die wiederkehrende Normalität haben wir gehofft und uns das „alte“ Leben zurück gesehnt.
Die wenigen positiven Aspekte der Pandemie, wie das Ankurbeln der Digitalisierung oder das Besinnen auf das Wesentliche, konnten die weitgehenden Einschränkungen, die negativen Auswirkungen und den Verlust von so Vielem bei Weitem nicht aufwiegen. Nach fast zwei Jahren mit Lockdowns und damit verbundenen Verboten und dem Verzicht auf Feste und viele Begegnungen, warteten wir alle sehnsüchtig auf das Frühjahr mit Lockerungen und einer „neuen“ Normalität.
Doch was dann kam, erschütterte uns noch mehr. Krieg in Europa, nach über 70 Jahren Frieden. Flucht, Leid und Elend so nah, dass wir alle die Auswirkungen zu spüren bekommen. Als wären die weltweiten Folgen der Pandemie noch nicht genug gewesen, kamen nun noch die Abbrüche der Lieferketten und der Materialmangel aufgrund des Krieges in der Ukraine und seiner Folgen hinzu.  
Einschränkungen sind nach nunmehr fast drei Jahren fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Und doch lässt es sich damit nur schwer leben, denn diese Aneinanderreihung von Krisen und Herausforderungen haben eines gemeinsam: sie lassen sich nicht vorhersagen und sie verhindern verlässliche Planungen – und dies in allen Bereichen. Egal ob Feste geplant werden, Arbeiten zu erledigen sind oder Material bestellt und Bauprojekte umgesetzt werden sollen, nichts ist mehr verlässlich planbar.
 
Die Verlässlichkeit und damit auch ein großes Stück Sicherheit ist uns verloren gegangen. Da wundert es auch nicht, dass eine aktuelle Studie zum Jahresende 2022 ergab, dass die Anzahl der Pessimisten bzw. derer, die skeptisch in die Zukunft blicken, stark angestiegen ist. Man kann es keinem verdenken. Lesen oder hören wir doch täglich neue Hiobsbotschaften.
 
Und doch möchte ich Sie zum Optimismus und zur Zuversicht ermuntern. Dabei hilft manchmal der Blick im Kleinen auf das Hier und Jetzt: die eigene Familie, die Freunde, der Verein oder der, trotz aller weltweiten Widrigkeiten, sichere Arbeitsplatz. Und ich möchte zur Solidarität im Kleinen aufrufen, schauen wir nicht nur in die anderen Länder, sondern auch mal wieder über den eigenen Gartenzaun. Im eigenen Umfeld jemandem eine Freude bereiten oder Unterstützung leisten, kann helfen, sich in diesen unsicheren Zeiten besser und sicherer zu fühlen.
 
Viele haben sich in diesem Jahr „nach der Pandemie“ über die wiedergewonnene Freiheit gefreut und sich dabei auch gefragt: „Dürfen wir das, ist das richtig, dass wir uns freuen, wo doch nicht weit weg Krieg ist und Menschen flüchten müssen“ - Doch ja, es ist und war richtig. Man hat es auf allen Festen und Veranstaltungen gespürt: es hat uns etwas gefehlt in den vergangenen beiden Jahren. Und am meisten, und deshalb das obige Humboldt-Zitat, haben uns die Begegnungen mit anderen Menschen gefehlt.
 
Allen Vereinen und ihren Mitgliedern und Helfern danke ich sehr für das Engagement und den Mut, wieder zu starten. Es waren durchweg erfolgreiche Veranstaltungen und die Menschen haben es mit zahlreichem Besuch gedankt, dass wieder etwas geboten wurde. Ich möchte alle ermuntern, sich weiterhin oder aufs Neue für die Gemeinschaft zu engagieren, es würde uns allen viel fehlen, wenn auch nur ein Bruchteil der Feste oder Veranstaltungen nicht mehr stattfinden würde.
 
Der Mensch ist nicht fürs Alleinsein geschaffen und deswegen brauchen wir alle die Begegnungen und den Austausch mit anderen. Auch diese Lehre haben wir aus der Pandemie gezogen und sollte uns in Erinnerung bleiben. Und daher bitte ich Sie, wenn Sie jemanden kennen, der über Weihnachten alleine ist, machen Sie ihm oder ihr eine Freude, telefonieren oder besuchen Sie die Person, zeigen Sie ihr, dass sie nicht alleine ist.
 
Allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Waldachtal wünsche ich frohe und besinnliche Weihnachten und ein Fest, das keiner alleine verbringen sollte.
 
Wir wissen nicht, was die Zukunft uns bringen wird und wir hatten lange keine ähnlich unsicheren und nicht planbaren Zeiten vor uns. Doch den Kopf in den Sand zu stecken bringt niemanden weiter. Und so möchte ich Ihnen noch einen kurzen Ausblick auf unsere Planungen für 2023 geben. Ein positiver Rückblick auf das Jahr 2022 sei mir ebenfalls gestattet. Denn obwohl die Pandemie noch ihre Spuren hinterließ und der Krieg seine langen Schatten warf, gingen in unserer Gemeinde viele Projekte weiter oder wurden neu angestoßen.
 
So wurden 2022 neben den ganzheitlichen Straßensanierungen des Kiefernwegs, der Forststraße (Familiendorf Oberwaldach) und dem Mönchweg (Vesperweiler) weitere Straßen und Wege saniert. Die Sanierung der Fläche beim Sportplatz/Containerplatz Lützenhardt wurde beauftragt und wird 2023 umgesetzt, ebenso die Sanierung des Mühlenwegs (Oberwaldach) und des Steigwegs (Tumlingen). Es wurden Wasserleitungen saniert und vor allem sehr viele Straßenlaternen erneuert, auch der Gehweg entlang der Schule in Salzstetten wurde / wird erneuert. Dies erfolgt im Zuge des Breitbandausbaus, welcher auch aktuell noch in Tumlingen und Salzstetten im Gange ist. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um das Backbone-Netz des Landkreises, welches sich durch die ganze Gemeinde zieht und jeweils in den Ortschaften in den großen neuen Verteilerkästen ankommt (PoPs – Oberwaldach, Bürgerhaus; Lützenhardt, ZOB; Tumlingen, RÜB bei der Sportanlage; Salzstetten, Schule/Kindergarten). Die Gemeinde verlegt in diesem Zusammenhang Hausanschlüsse entlang der Trasse und erneuert Straßenbeleuchtungskabel und Laternen. Durch einen im Sommer erfolgten Kooperationsbeschluss mit der OEW Breitband GmbH hofft die Gemeinde auf einen flächendeckenden Glasfaserausbau in den nächsten Jahren.
 
Das längst sanierungsbedürftige Gefallenendenkmal in Salzstetten wurde in diesem Jahr fachmännisch restauriert. Bei einem weiteren Denkmal, dem Bürgerhaus Oberwaldach, wurden erste Aufträge erteilt, das Gebäude soll dann 2023 saniert werden.
 
Die Dorfmitte Tumlingens soll neugestaltet und Parkplätze für die Öffentlichkeit geschaffen werden. Auch hierfür wurde noch in diesem Jahr der Auftrag erteilt. Die Gemeinde erhält abermals einen Zuschuss aus dem ELR-Programm des Landes.
 
Weitere Fördermittel in nicht unerheblicher Höhe konnte die Gemeinde für die nächsten Jahre generieren, indem sie erstmals überhaupt mit dem Antrag für die „Ortsmitte Lützenhardt“ in ein Sanierungsprogramm des Landes aufgenommen wurde.
 
Nachdem im vergangenen Jahr der Mehrgenerationenaktivplatz an der Waldachtalschule eröffnet werden konnte, wurden in diesem Jahr sämtliche Spielplätze generalüberholt. Fast alle erhielten neue Spieltürme, Gerätschaften, Zäune uvm. Auch der Spielplatz des Kindergartens Salzstetten erhielt u.a. abschließend noch ein neues Spielhaus und ist nun wieder runderneuert. Auch in den Schulen und Kitas hat sich einiges getan oder wird sich noch einiges tun. Durch den Zuschlag, 2021 Kinderbildungszentrum zu werden und den damit verbundenen Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg, konnten in der Waldachtalschule und dem Kinderhaus zahlreiche gemeinsame Projekte umgesetzt und Anschaffungen getätigt werden. Von einer Umgestaltung des Außenklassenzimmers und des Fahrradbunkers über Sonnensegel, neue Möbel für Aula und Beratungszimmer bis hin zu Kindertablets und Hochbeeten war vieles dabei. Die Möglichkeit zur Verlängerung des Projekts bis zum 30.06.2023, wurde durch einen erneuten Antrag im Dezember 2022 ergriffen. Darüber hinaus wurden in diesem Jahr Überwachungskameras rund um die Waldachtalschule angebracht und die Schließanlage inklusive Sporthalle ausgetauscht. Zwischenzeitlich haben beide Grundschulen in sämtlichen Klassen neue Möbel und teilweise auch weitere technische Ausstattungen, auf dem Weg zur  Digitalisierung. Auch der Kindergarten Salzstetten und der katholische Kindergarten Lützenhardt haben neue Möbel erhalten. 
 
Die Bildungs- und Betreuungslandschaft steht vor großen Aufgaben und die Weiterentwicklung und Verbesserung sollte unser aller Schwerpunkt sein. Denn Investitionen in die Kinder sind Investitionen in unsere eigene Zukunft. So plant die Gemeinde den Bau einer Mensa für die Waldachtalschule mit zusätzlichen Räumen und die Weiterentwicklung der Schule und des Horts zur Ganztagsschule. Somit kann und soll allen Kindern die Möglichkeit auf Ganztagsbetreuung auch in der Grundschule gegeben werden, entsprechend dem ab 2026 geltenden Rechtsanspruch. Ab Januar 2023 beschäftigt die Gemeinde außerdem in Kooperation mit der Akademie Eigensinn eine Jugendarbeiterin, welche die offene und mobile Jugendarbeit aufbauen und fortentwickeln soll. Denn nicht nur die Kinder sollen in Waldachtal gut betreut sein, auch die Jugendlichen sollen langfristig eine Anlaufstelle haben.
 
Zur Schaffung weiterer Kindergartenplätze wird voraussichtlich im Herbst 2023 eine Naturkindergartengruppe mit Standort in Hörschweiler (Nähe Friedhof) entstehen. Und für das Gebäude Schule/Kiga Salzstetten befindet sich die Gemeinde derzeit in der Planung einer Komplettsanierung, welche in den nächsten Jahren ab 2023 schrittweise durchgeführt werden soll.
 
Wie seit nunmehr fast 10 Jahren, ist die Geburtenrate in Waldachtal stabil bei fast 60 Geburten. Diese positive Entwicklung ist nicht nur der sehr guten Betreuungslandschaft, sondern auch den Baugebieten der letzten Jahre geschuldet. Nachdem, sowohl im Baugebiet Heuberg III in Salzstetten, als auch Härte Süd in Hörschweiler, innerhalb kürzester Zeit sämtliche Bauplätze verkauft waren, war es nachvollziehbar, dass parallel bereits weitere Planungen liefen. Zum Ende des letzten Jahres wurde der Bebauungsplan für das Baugebiet Raitäcker in Salzstetten rechtskräftig. Mit über 30 gemeindeeigenen Plätzen das größte Baugebiet der letzten Jahre. Um die Erschließung überhaupt möglich zu machen, erwarb die Gemeinde ein Gebäude in der Freudenstädter Straße, welches im Frühjahr 2022 abgerissen wurde. An der Stelle entsteht aktuell die künftige Zufahrt zum Baugebiet, welches Mitte 2023 vollständig erschlossen sein wird.
 
Zum Ende dieses Jahres gab der Gemeinderat grünes Licht für die baurechtliche Planung weiterer Gebiete. So werden im kommenden Jahr die Bebauungspläne für das Baugebiet Härte Süd – Erweiterung (Hörschweiler) und Birkäcker-Erweiterung (Oberwaldach) erarbeitet. Ob und wann diese Gebiete erschlossen und umgesetzt werden, wird jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.
Daneben ermöglicht die Gemeinde Waldachtal zwei kleinere private Baugebiete. Zum einen ist der Bebauungsplan „Waldachtäle – 2. Erweiterung“ in Oberwaldach, Am Mühlenweg, bereits rechtskräftig, zum andern befindet sich der Bebauungsplan „Wohnbebauung Talweg“ in Salzstetten derzeit noch im Verfahren.
 
Nicht zuletzt durch diese und weitere Aktivitäten, wie den Bau neuer Mehrfamilienhäuser, ist Waldachtal in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Im Dezember 2022 wohnen bereits 6.300 Menschen in der Gemeinde, ein neuer Rekord. Doch all diese Bürgerinnen und Bürger sollen nicht nur in Waldachtal wohnen, sondern auch hier leben. Der Unterschied ergibt sich im aktiven Einbringen in das gesellschaftliche Leben der Gemeinde, sei es in Vereinen oder anderen Institutionen. Alle dazu zu animieren ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, denn nur durch den Erhalt dieser Strukturen vor Ort erhalten wir uns unsere Gemeinschaft und unser so wichtiges Miteinander!
 
Der DRK Ortsverein und die Freiwillige Feuerwehr Waldachtal tragen einen erheblichen Anteil daran, dass wir alle uns in Waldachtal sicher und aufgehoben fühlen können – wir alle können als Bürger Waldachtals stolz auf diese ehrenamtlichen Mitbürger sein. Aus diesem Grund haben wir in diesem Jahr auch die Helfer vor Ort besonders geehrt und ihnen im Rahmen einer Gemeinderatssitzung für ihre ehrenamtliche Arbeit gedankt.
 
Die Feuerwehr Waldachtal erhält 2023 hoffentlich das bereits 2021 bestellte HLF 10. Darüber hinaus wird im Frühjahr 2023 ein GW-L als weiteres Fahrzeug beschafft. Beide Fahrzeuge ersetzen jeweils in die Jahre gekommene und nicht mehr angemessene Einsatzfahrzeuge. Eine gute Ausstattung ist für uns selbstverständlich. Riskieren die im Ehrenamt tätigen Feuerwehrangehörigen doch bei jedem Einsatz Ihr Leben für die Allgemeinheit.
 
Aber auch unser gemeindlicher Bauhof benötigt für die Unterhaltung, Pflege, Wartung der Anlagen und Gebäude und zur Erfüllung seiner immer mehr werdenden Aufgaben entsprechende Ausstattung. So wurden in diesem Jahr unter anderem ein Radlader und ein Transporter beschafft. Für 2023 sind weitere Anschaffungen geplant.
 
Um allen Generationen in Waldachtal ein gutes und erfülltes Leben zu ermöglichen, bedarf es auch weiterer Strukturen, wie das lang geplante Pflegeheim an der Waldach. Im Frühjahr 2023 soll nun endlich der Baubeginn sein.
 
2023 wollen wir wieder zwei Bürgerdialoge durchführen, so hat es der Gemeinderat jüngst entschieden. Diese sollen wieder in Präsenz und nicht, wie in diesem Jahr, online stattfinden. 2022 haben wir über das Projekt „Ländlicher RAUM für Zukunft“ den Versuch der Online-Beteiligung gewagt. Die Ergebnisse konnten sich zwar sehen lassen, doch auch hier wurde wieder deutlich, was nun mehrfach angesprochen wurde – es fehlten die persönlichen Begegnungen. Die aus einem Workshop gewonnene Idee der „Beachparty für Jugendliche“ soll künftig jährlich stattfinden, die Planungen für den 17. Mai 2023 sind bereits in vollem Gange. 
 
Um für die Zukunft besser gewappnet zu sein und die Infrastruktur Waldachtals schützen, aber auch kontinuierlich verbessern zu können, wurden 2022 etliche Konzepte in Auftrag gegeben oder auch fertig gestellt. Eine Rohrnetzanalyse zum Zustand der Wassernetze, ein Spülkonzept für die Wasserleitungen sowie ein Löschwasserkonzept wurden beauftragt und befinden sich in der finalen Abstimmung.
 
Darüber hinaus plant die Gemeinde Waldachtal gemeinsam mit der Stadt Dornstetten die Sanierung und Erweiterung des Pumpwerks Breitenbach. Aus dem reinen Pumpwerk soll in den nächsten Jahren ein eigenständiges Wasserwerk werden, mit der Möglichkeit, das nach wie vor in ausreichender Menge vorhandene Eigenwasser besser nutzen zu können. Die langfristige Planung sieht außerdem einen Ringschluss des Wassernetzes vor, um künftig in allen Ortschaften doppelt abgesichert zu sein.
 
Das Starkregenrisikomanagement konnte nach über zwei Jahren Erstellzeit dem Gemeinderat präsentiert werden. Der Bevölkerung wird es in einem gesonderten Termin im Frühjahr 2023 vorgestellt, erste Maßnahmen sollen dann ebenfalls geplant und umgesetzt werden.
 
Eine Machbarkeitsanalyse für PV-Anlagen auf gemeindeeigenen Dächern wurde erstellt. Für 2023 ist vorgesehen, zunächst die Dächer des Bauhofs und des Kinderhauses mit jeweils einer Anlage auszustatten.
 
Auch an einem Energiekonzept für die Gemeinde ist man dran, zum einen über eine Kooperation mit der Hochschule Rottenburg, aber auch in Zusammenarbeit mit der Energieagentur in Horb.
 
All diese und weitere Investitionen und Aufgaben könnten wir nicht in diesem Umfang leisten, wenn wir unsere gut funktionierende Wirtschaft nicht hätten. Waldachtal ist gesegnet mit einer guten Mischung aus Handwerksbetrieben und Unternehmen in unterschiedlichen Branchen und Größen. Ich bin froh und dankbar, dass alle Betriebe die bisherigen Krisen der letzten Jahre gut gemeistert haben und nach wie vor zum Standort Waldachtal stehen. Sie sind darüber hinaus ihren Mitarbeitenden, und damit größtenteils den Bürgern dieser Gemeinde, sichere Arbeitgeber in einer unsicheren Zeit. Besonders beeindruckend ist, dass einige sogar in dieser schweren Zeit durch Erweiterungen und Investitionen den Standort weiter gestärkt haben.
 
Im Gewerbegebiet Lange Teile in Hörschweiler entstanden zwei neue Hallen von bereits ortsansässigen Betrieben (Bellm Modellbau und Kentrup Fenstertechnik). Und im Gewerbegebiet in Salzstetten bereits im vergangenen Jahr die KKS Spritzguss GmbH.
 
Der Firma Schmid (Salzstetten) durften wir in diesem Jahr zum gelungenen Anbau der neuen Verwaltung gratulieren und uns abermals für Spenden an Vereine und Institutionen bedanken.
 
Die Fa. Ziefle Koch (Cresbach) erweitert derzeit ebenfalls, zum wiederholten Male in den vergangenen Jahren, ihre Betriebsfläche.
 
Die Unternehmensgruppe fischer hat mit dem Neubau der Lagerhalle auf dem Gelände neue Maßstäbe setzen können. Neben einer PV-Anlage auf deren Dach entsteht am Standort Tumlingen außerdem eine PV-Freiflächenanlage auf dem Betriebsgelände. Ein ganz besonderer Dank gilt Herrn Prof. Fischer für die zahlreichen sehr großzügigen Spenden an Vereine und Kindergärten in der Gemeinde in diesem und den letzten Jahren.
 
Da die Gemeinde keine eigenen Gewerbeflächen mehr besitzt und aktuell auch keine Möglichkeit zur weiteren Ausweisung mehr besteht, wurde bereits vor einigen Jahren der Zweckverband IKG Haiterbach gegründet. Der Zweckverband hat nunmehr den ersten Bauabschnitt des gemeinsamen interkommunalen Gewerbegebietes erschlossen. In den kommenden zwei Jahren soll der zweite Bauabschnitt folgen.
 
Für die Zukunft bleiben, neben den weltweiten Herausforderungen allen voran der Klimawandel, die Digitalisierung und der wachsende Fachkräftemangel die größten Herausforderungen für die Gemeindeverwaltung. Denn wir sehen uns als Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger, nicht aber als „Mädchen für alles“. Und so müssen künftig immer häufiger Prioritäten gesetzt und Anfragen sowie Standards auf den Prüfstand gestellt werden, um bei zunehmenden Aufgaben und Herausforderungen und dabei weniger Personal, die Aufgabenerfüllung gewährleisten zu können. Da ist es durchaus hilfreich, dass der Rathaus-Neubau 2023 nunmehr Gestalt annehmen wird. Zahlreiche Gewerke sind beauftragt und werden im kommenden Jahr durchgeführt. Der Umzug der Verwaltung ist für 2024 - pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum der Gemeinde Waldachtal - vorgesehen. Auch für diese Festivitäten starten wir mit Jahresbeginn 2023 in die Planungen. Anregungen, Ideen und Mithilfe sind herzlich willkommen.
 
Mit diesen kurz zusammengefassten aber zahlreichen positiven und hoffentlich planbaren tollen Ereignissen und Projekten möchte ich nunmehr schließen. Ich hoffe Ihnen allen etwas Zuversicht und Optimismus vermittelt zu haben. Gemeinsam ist vieles möglich und die Zukunft fängt im Kleinen an.
 
Ich danke daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde Waldachtal für das Geleistete in diesem abermals schwierigen Jahr. Ebenso danke ich den Ortsvorstehern, Ortschafts- und Gemeinderäten für die konstruktive Zusammenarbeit. Ich danke nochmals allen in irgendeiner Form ehrenamtlich Tätigen in der Gemeinde und ich danke allen, die die Gemeinde Waldachtal zu einer erfolgreichen und zukunftsfähigen Gemeinde gemacht haben und weiterhin daran teilhaben werden. Ich freue mich und bin sehr dankbar, meine Heimatgemeinde Waldachtal weiterhin als Bürgermeisterin mitgestalten zu dürfen.
 
Ich wünsche Ihnen allen besinnliche, friedvolle und ruhige Weihnachtsfeiertage und einen guten Start in das Jahr 2023!
 
Ihre Bürgermeisterin
Annick Grassi
 

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